Vor einer fantastischen Fan-Kulisse und mit einer aggressiven Abwehrleistung holte sich die Union JURI Leoben im ersten Spiel gegen den Abstieg aus der Handball Liga Austria einen viel umjubelten 28:21 Derbysieg gegen HC Bruck. Am Samstag um 20:00 Uhr haben die Montanstädter rund um Topscorer Sebastian Spendier auswärts nun den ersten Matchball. Die Partie startet jedoch wieder bei Null und die Chancen für beide Mannschaften sind weiter ausgeglichen!

EXPA/Dominik Angerer

Eingepeitscht von den tollen Fanclubs beider Teams begann um 19:00 Uhr in der Sporthalle Donawitz der erste Derbyknüller dieser Best-of-Three Serie gegen den Abstieg aus der höchsten österreichischen Liga. Beide Mannschaften waren sehr gut aufeinander eingestellt. Das zahlreich erschienene Publikum sah schöne Treffer und heiße aber faire Kämpfe um jeden Zentimeter. Den Gästen des HC Bruck gelang es ohne die Verletzten Gasperov und Jovanovic mit einem hauchdünnen 13:14 Vorsprung in die Kabinen zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel zündeten die Hausherren allerdings den Turbo. Das Team der Union JURI Leoben wirkte in der Deckung noch aggressiver und zwang HC Bruck immer wieder zu Würfen aus der Bedrängnis. War ein Spieler durch, machte Torhüter Luka Marinovic die Chance zunichte und zog den Gästen mit einigen gefangenen Bällen den Nerv. Im Spiel nach vorne war es in dieser Phase allen voran die Achse Petreikis - Spendier die für Tore sorgte. Sebastian Spendier war mit 10 Treffern auch Topscorer dieses Steirerderbys. In der 47. Minute war die Gegenwehr endgültig gebrochen. Bruck wirkte auch wegen der fehlenden Wechselmöglichkeiten müde, während die Leobener weiter auf das Tempo drückten. Insgesamt ließ die heimische Abwehr nach der Pause nur sieben Treffer zu! Gemeinsam mit den Fans gab es nach dem 28:21 Derbyerfolg das traditionelle UFTA!

Der erste Schritt zum Klassenerhalt ist getan, doch beginnt schon am Samstag um 20:00 Uhr in der Sporthalle Bruck die nächste Partie wieder bei Null. Für die Magelinskas-Truppe ist klar, dass man sich zwar den ersten Matchball erkämpft hat, doch nur bestehen kann, wenn man auch auswärts wieder bereit ist an das Limit zu gehen. Bis dahin heißt es regenerieren und sich weiter diszipliniert im Training auf die schwere Aufgabe vorzubereiten.


Kader und Tore: Marinovic, Walski, Wohlhart; Spendier(10/2), Petreikis(5), Djukic(4), Wulz(4), Jandl(2), Sabazgiraev(2), Salbrechter(1), Kuhn, Offner, Senta, Schwarz, Smantauskas, Stolz

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Stimmen zum Spiel

Sebastian Spendier (Rückraum, Union JURI Leoben): "Erste Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir haben gewusst, dass die Brucker um jeden Zentimeter kämpfen werden. In der Pause lautete die Devise sofort mit Vollgas wieder auf das Parkett zu gehen und sich einen Vorsprung zu erspielen. Bruck hatte weniger Wechselmöglichkeiten und ihnen ist gegen Ende der Partie etwas die Luft ausgegangen. Wir brauchen nun aber nicht glauben, dass wir die Besten sind. Am Samstag stehen die Chancen wieder 50:50. Ich hoffe allerdings, dass wir alle noch einmal Gas geben und den Sack zu machen."

Karl-Heinz Weiland (Obmann, HC Bruck): "Uns fehlt definitiv die Bank für 60 Minuten. Das zieht sich leider schon durch die ganze Saison. Wenn man mit sieben Tore verliert braucht man nicht diskutieren wer der verdiente Sieger ist. Jetzt können wir schauen, dass wir uns bis Samstag gut regenerieren, daheim Vollgas geben und dann schauen wir was am Ende rauskommt. Die Karten werden neu gemischt und die Chancen sind weiter intakt. Wenn die Leistung aber wieder nach der Pause abfällt, werden wir in die zweite Liga gehen."