Nichts wurde es mit dem Vorhaben der Union JURI Leoben den Klassenerhalt schon im zweiten Derby bei HC Bruck zu entscheiden. Vor ausverkauftem Haus stemmten sich die Brucker, bei denen Jovanovic und Gasperov wieder am Parkett standen, auf und erzwangen mit einem 25:23 Sieg ein Entscheidungsspiel am 29. April um 19:00 Uhr in der Sporthalle Donawitz. Der Abstiegskampf erreicht damit seinen Höhepunkt.

 

EXPA/ Dominik Angerer

In einer wie erwartet bis zum letzten Platz gefüllten Halle und einer Stimmung die im nächsten Jahr ohne diese Derbys zwischen der Union JURI Leoben und HC Bruck nur schwer einen Nachfolger finden wird, begannen beide Mannschaften etwas nervös. Erst in der 6. Minute gab es den ersten Torjubel nach einem Treffer von Sebastian Spendier der sein Team mit 0:1 in Führung brachte. Mahmutaj eröffnete im Gegenzug den Torreigen für den HC Bruck und in dieser Tonart ging es auch weiter.

Dominiert wurde die Partie von den Abwehrreihen beider Teams. Jedem war klar was auf dem Spiel steht und dementsprechend agierten auch die Deckungsverbände. Kurz vor der Pause lag Bruck mit schon drei Tore voran. Spendier konnte mit einem weiteren Treffer den Rückstand aber noch auf 10:8 verkürzen. Zu dieser Zeit mussten Kapitän Jandl & Co. schon auf Kreisläufer Hazbulat Sabazgiraev verzichten. Er wurde nach einem Foul an Jovanovic mit einer roten Karte vom Platz gestellt.

Anders als in der ersten Abstiegsbegegnung schafften es die Leobener diesmal nicht, sofort nach der Pause den Turbo zu zünden. Sogar eine doppelte Überzahl ließen die Montanstädter ungenutzt. Spätestens bei Bruck-Torhüter Taletovic endeten die Versuche den Vorsprung zu verkürzen. Mitte der zweiten Halbzeit kippte die Stimmung dann wieder zum großen Leobener-Fanblock, als Andreas Schwarz vom Kreis zur 17:18 Führung einnetzte nachdem zuvor Petreikis und Djukic die Magelinskas-Truppe mit ihren Toren heranbrachten.

Auch von dieser Aufholjagd erholten sich die Brucker und legten ihrerseits wieder nach. In der Endphase war dann alles möglich. Djukic und Wulz sorgten wieder für den 24:23 Anschluss, doch Brucks Plassnig vernichtete mit dem Tor zum 25:23 endgültig die Ambitionen der Union JURI Leoben, diesmal den Sack zu zumachen.

Die Union JURI Leoben hat nun am Samstag, dem 29. April um 19:00 Uhr die Chance vor eigenem Publikum und angepeitscht vom treuen Vikings-Fanclub den Klassenerhalt zu schaffen. Eines ist sicher, die Mannschaft wird auch im dritten Derby alles ihre beste Leistung abrufen, um für eine weitere Saison Handball Liga Austria in Leoben zu sorgen!


Kader und Tore: Marinovic, Walski, Wohlhart; Djukic(7/3), Petreikis(5), Spendier(5), Jandl(2), Kuhn(1), Sabazgiraev(1), Schwarz(1), Wulz(1), Offner, Salbrechter, Senta, Smantauskas, Stolz

Zum Spielbericht