Marco Gaugl steht als Jugendtrainer, nach einigen Stationen bei anderen Vereinen, bei der Handball Sportunion Leoben an der Seitenlinie. Zuvor war er rund zwölf Jahre selbst aktiver Spieler, unter anderem in Bruck, Leoben und Graz. Seine Rückkehr nach Leoben beschreibt er als bewusste Entscheidung, weil er sich im Verein besonders wohlfühlt und hier ideale Rahmenbedingungen für seine Tätigkeit als Trainer findet.

Marco Gaugl (2. Reihe, 1. von links) mit seinem U14 Team
Für Marco steht eines klar im Mittelpunkt: die bestmögliche individuelle Ausbildung jedes einzelnen Spielers. Ziel ist es, junge Handballer so vorzubereiten, dass sie rund um das 18. Lebensjahr den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen können. Positionsspezifisches Training steht dabei in der frühen Jugend noch nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es ihm darum, in der U13 und U14 grundlegende technische und koordinative Fähigkeiten aufzubauen. Ebenso wichtig ist für ihn die körperliche Vorbereitung. Krafttraining und Verletzungsprävention sieht er als zentrale Bausteine, um Spieler langfristig leistungsfähig zu halten und ihnen einen reibungslosen Übergang in höhere Mannschaften zu ermöglichen.
Ein fixes Element in Marcos Jahresplanung sind Ausflüge und Turnierteilnahmen im Ausland. So besuchte er mit seiner Mannschaft im vergangenen Herbst ein Turnier in Ungarn, wo seine U14 im U13-Bewerb außer Konkurrenz antrat. Die Erfahrungen aus solchen Turnieren sind für ihn von unschätzbarem Wert. Die Spieler begegnen dort Teams, die sie nicht aus der steirischen Liga kennen, und müssen sich gegen technisch oft sehr starke Gegner behaupten. Namen wie Celje oder Veszprem beeindrucken nicht nur, sie fordern die Spieler auch auf höchstem Niveau. Zudem sieht Marco diese Reisen als wichtige Teambuilding-Maßnahmen. Gemeinsame Tage abseits des Spielfeldes stärken die Gruppendynamik, fördern Freundschaften und ermöglichen auch den Trainern, ihre Spieler noch besser kennenzulernen.
Derzeit absolviert Marco die Ausbildung zum Handball-Instruktor, der B-Lizenz und damit der direkten Vorstufe zum staatlichen Trainer. Besonders begeistert ist er von der jungen, motivierten Ausbildungsgruppe und dem intensiven Austausch mit anderen Trainern aus ganz Österreich. Für ihn besteht ein großer Mehrwert darin, neue Übungsformen kennenzulernen, Hintergründe besser zu verstehen und taktische Aspekte, vor allem in der Abwehrarbeit, zu vertiefen. Egal ob 6:0 oder 3:2:1 Deckung, Marco saugt das neue Wissen buchstäblich wie ein Schwamm auf und setzt die Inhalte unmittelbar im Training um. Dieses praxisnahe Arbeiten schätzt er besonders.
Auch das Networking empfindet er als enorm wertvoll. Der Austausch über Trainingsideen, Spielanalysen oder den Umgang mit unterschiedlichen Spielertypen liefert ihm immer wieder neue Impulse für seine tägliche Arbeit.
In seiner Trainerphilosophie stellt Marco eines klar heraus: "Es geht nicht primär um Titel oder kurzfristige Erfolge. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung der Spieler, unabhängig davon, ob diese viel Talent oder vor allem großen Willen mitbringen. Gerade Spieler mit hoher Bereitschaft und Einsatzfreude können oft weiter kommen als jene, die nur aufgrund von Talent glänzen." so Gaugl. Ein strukturierter Aufbau, gute Athletik, konsequente Verletzungsprävention und ein sorgfältiges Belastungsmanagement gehören für ihn ebenso dazu wie regelmäßige Reflexion über Trainingsintensität und den körperlichen Zustand seiner Schützlinge.
Marco Gaugl steht für moderne, durchdachte und herzliche Jugendarbeit. Er verbindet pädagogisches Feingefühl mit klaren sportlichen Konzepten und zeigt, wie wichtig individuelle Förderung, internationale Erfahrungen und kontinuierliche Weiterbildung für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit sind. Seine Arbeit trägt sichtbar dazu bei, dass die Handball Sportunion Leoben ihren jungen Talenten eine starke sportliche Zukunft ermöglichen kann.



















