Vor ausverkauftem Haus lieferten sich Union JURI Leoben und HC Bruck heute einen allerletzten Fight gegen den Abstieg. Das Spiel ging dank eines verwandelten 7-Meters durch Damir Djukic in die Verlängerung. Dort nutzte HC Bruck die Chancen besser und feierte einen 31:30 Sieg. In der Montanstadt wird es einige Tage dauern bis man den Gang in die 2. Liga realisieren kann.

EXPA/ Dominik Angerer

Nach einem besseren Start der Hausherren kam HC Bruck ins Spiel, glich nach 5:3 aus und ging mit 6:9 in Führung. Die Leobener fighteten allerdings umgehend zurück und glichen auf 9:9 aus. Bis zur Pause blieb die Partie weiter spannend. Die Hausherren lagen nur mit einem Tor in Rückstand.

Die zweite Halbzeit war ebenfalls spannend bis zur letzten Spielminute. Zu dieser Zeit konnte Leobens Sebastian Spendier nach einem Schlag gegen den Kopf nicht mehr helfen. Es waren noch drei Minuten auf der Uhr und Bruck lag mit 22:24 vorne. Thomas Kuhn und Benas Petreikis sorgten abermals für den Ausgleich. Als Brucks Simic nur wenige Sekunden vor dem Ende traf, gab es Jubel der mitgereisten Bruck Fans. Leoben brachte jedoch Kapitän Jandl noch einmal an den Ball. Er wurde beim Konter von Taletovic zu Fall gebracht und verletzte sich dabei an der Schulter. Die beiden Schiedsrichter Hurich/Bolic entschieden folgerichtig auf 7-Meter und stellten den Brucker Torhüter vom Platz. Djukic behielt die Nerven beim Strafwurf und sorgte mit seinem Tor zum 25:25 für eine Verlängerung.

In dieser Nachspielzeit mobilisierten beide Teams die letzten Kräfte. Nach den ersten 5 Minuten stand es weiter Unentschieden. In der Endphase verwertete HC Bruck die Chancen sicherer und es reichte für die Union JURI Leoben trotz vollen Einsatzes am Ende nicht mehr. 30:31 lautete das bittere Resultat aus Sicht der Leobener. Die heimischen Spieler gingen in Tränen zu Boden und werden wohl noch einige Zeit brauchen, um den Abstieg aus der Handball Liga Austria, in der man seit dem Jahr 2008 vertreten war, zu realisieren. Faire Gratulation an den HC Bruck der damit ein weiteres Jahr in der höchsten Spielklasse vertreten ist.


Kader und Tore: Marinovic, Walski, Wohlhart; Djukic(8/3), Kuhn(6), Wulz(5), Jandl(3), Petreikis(3), Spendier(3), Salbrechter(1), Schwarz(1), Offner, Sabazgiraev, Smantauskas, Senta, Stolz

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Stimmen zum Spiel

Damir Djukic (Rückraum, Union JURI Leoben): "Jetzt ist es so wie wenn man ein Finale verloren hat und realisiert noch nicht, dass man in die 2. Liga geht. Das wird eine Zeit dauern. Es ist für uns alle extrem bitter. Am Ende zahlt man die Rechnung für die ganze Saison in der wir selbst einige Chancen liegen gelassen haben, um diesem Abstiegskampf zu entgehen."

Deni Gasperov (Rückraum, HC Bruck): "Ich habe dieses Gefühl schon letztes Jahr gehabt und auch heute. Das sind Momente in der Karriere die man nie vergisst. Beide Teams waren absolut auf Augenhöhe und entscheidend sind bei so einem Spiel Tagesform und Taktik. Wir haben das gespielt was wir können und am Ende hat es gereicht."